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Was verdienen Praktikanten?

Nix, 300 oder sogar 800 Euro pro Monat? Mit wieviel Gage ihr im Praktikum rechnen könnt, hängt von vielen Faktoren ab und ist nicht zuletzt natürlich auch Verhandlungssache... - hier einige Grundregeln:

Je länger das Praktikum, desto höher das Gehalt. Entscheidet Euch am besten für ein Praktikum von 12 Monaten, denn dann gebt ihr den Arbeitgebern das Gefühl und die Sicherheit, dass auch ein Nutzen für sie entsteht.

 

Euer Gehalt ist für Arbeitgeber nur netto... Bedenkt, dass auf die Arbeitgeber i. d. R. noch Lohnnebenkosten zukommen.

 

Gehalt ist nicht gleich Verdienst... - Ein Praktikum ist kein gut bezahlter Ferienjob, sondern eher eine freiwillige Schnupperveranstaltung. Ihr könnt nix, also verdient ihr auch nix... Seid also nicht enttäuscht, wenn ihr trotzdem ein kleines Gehalt bekommt ;-)

 

Kostenlos ist kein Argument. Wenn ihr rein zufällig vom Arbeitsamt oder von euren Eltern gefördert werdet, bedeutet dies nicht zwangsläufig, dass Personalentscheider eher auf euch zurückgreifen. Auch hier gilt: Gebt Euch Mühe, lasst das kostenlos nicht "raushängen" und stellt euer Können in den Mittelpunkt.

 

Sich für Werbung verkaufen... - Ihr möchtet in die Werbung? Dann solltet ihr selbstbewußt sein, Ziele haben und "verkaufen" können. Denn nicht nur die Produkte der Kunden eures zukünftigen Arbeitgebers, sondern ganz allgemein: Nämlich auch euch selbst "verkaufen". Das fängt bei Aufmachung und Inhalt eures Bewerbungsschreiben an. Wenn feststeht, was die Personalabteilung alles von euch wissen möchte, dann solltet ihr dass bitte auch vollständig liefern. Insbesondere sind vernünftige Gehaltsvorstellungen eine echte Orientierungshilfe für Entscheider: Denn sie wissen dann gleich, dass sie jemanden vor sich haben, der weiß was er/sie will.

 

Ein Praktikum ist keine Ausbildung... - die Ansprüche beider Parteien sollten daher auf auf dem Teppich bleiben. Wenn ihr den Eindruck habt, dass euer Gegenüber nur eine "billige Arbeitskraft" sucht, dann macht ihn ggf. selbst darauf aufmerksam, dass es sich doch "nur" um ein Praktikum handelt. Alle Fertigkeiten werden i. d. R. nur kurz angerissen, man wird eingearbeitet und produziert manchmal auch etwas.

 

"Augen auf beim Käse kauf..." - wer nach sechs Monaten immer noch Excelltabellen pflegt und noch immer nichts darüber erzählt bekommen hat, was der Unterschied zwischen B2B und B2C ist, der hat leider nur einen schlecht bezahlten Ferienjob erwischt. In solchen Fällen solltet ihr unbedingt den Dialog mit dem Ausbilder suchen und wenn das nichts hilft einen neuen Betrieb.

 

 

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