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Tipps bei Absagen

Häufige Gründe für eine Absage:
- zu viele Bewerber, die besser qualifiziert sind
- formale Fehler in den Bewerbungsunterlagen
- zu schlechte Zeugnisse
- falsches Verhalten im Vorstellungsgespräch
- du passt ganz subjektiv nicht ins Team

Nicht jede Bewerbung ist gleich ein Volltreffer. Absagen gehören nun mal dazu. Jetzt heißt es Krisenstrategie anwenden und die Niederlage in einen Sieg umwandeln.
Aufgeben ist out!
Jeden Tag dieselbe Aufregung, wenn die Post kommt. Ist ein Brief von der Firma dabei, bei der du dich beworben hast? Gute Nachrichten und Einladungen zum Vorstellungsgespräch verbergen sich meist im dünnen Standardbrief. Ein großer dicker Umschlag dagegen steht für Absage: Er enthält in der Regel deine Bewerbungsunterlagen und ein freundliches Schreiben, dass man sich leider für einen anderen Bewerber entschieden habe. Jetzt nur keine Panik. Dass man Absagen kassiert, gehört zum Bewerben dazu. Vor allem in wirtschaftlich schlechten Zeiten, in denen auf eine Ausbildungsstelle zig Bewerber kommen. Auch wenn es schwer fällt: Nimm eine Absage nicht persönlich! Statt niedergeschlagen in Selbstzweifel zu verfallen, ist ein strategisch kühler Kopf gefragt. Analysiere, was schief gelaufen sein könnte. So lernst du aus möglichen Fehlern und kannst beim nächsten Mal punkten.

Nachfragen kostet nichts
Aus einem Absagebrief lassen sich selten die Gründe für die Absage herauslesen. Meist wird man mit einem Standardschreiben und besten Wünschen für die Zukunft abgespeist. Trau dich, in der Personalabteilung anzurufen und nachzuhaken, warum man deine Bewerbung abgelehnt hat. So hast du die Chance, die Gründe aus erster Hand zu erfahren und an deinen Schwächen zu arbeiten, und beweist Souveränität.

Bewerbung analysieren
Gehe mit deinen Eltern oder mit Freunden noch einmal deine Bewerbungsmappe durch und analysiere, ob du Fehler gemacht hast. Vielleicht hast du deine Stärken und deine Motivation nicht genug herausgearbeitet? Oder du hast den Namen des Ansprechpartners falsch geschrieben und andere Tippfehler gemacht? Könnte man den Lebenslauf optimieren? Auch für die Absage nach einem Vorstellungsgespräch gilt: Gehe noch einmal Schritt für Schritt die Fragen im Kopf durch und überlege, wo es gehakt haben könnte.

Beratungsangebote nutzen
Lass dich von den Berufsberatern der Agentur für Arbeit beraten. Muss es wirklich der eine Wunschberuf sein, oder gibt es vielleicht Alternativen, die besser zu deinen Qualifikationen passen und deine Chance auf einen Ausbildungsplatz erhöhen? Die Agentur für Arbeit und die IHK bieten zum Beispiel den Kompetenz-Check an, der Bewerbern hilft, den passenden Beruf zu finden. Jugendliche, die bis zum September keinen Ausbildungsplatz gefunden haben, können den Check kostenlos machen.
Nur nicht aufgeben
Von ein paar Absagen sollte man sich nicht gleich entmutigen lassen. Auch wer auf die Schnelle keinen Ausbildungsplatz findet, hat noch Chancen, denn erfahrungsgemäß ist auch nach dem 1. September noch viel Bewegung im Ausbildungsmarkt: Manche Bewerber treten ihre Stelle nicht an, so dass das Unternehmen erneut suchen muss. Außer-dem bieten die Agentur für Arbeit und die IHK im September eine Nachvermittlungsbörse und vermitteln Praktikumsplätze.

Praktikum machen
Wenn alle Stricke reißen und für's laufende Jahr wirklich nichts zu finden ist: Nutze die Zeit, um sich weiter zu qualifizieren! Versuche, über ein Praktikum Berufserfahrung zu sammeln. Nicht selten rutschen Praktikanten auf diesem Weg auch in einen Ausbildungsplatz. Entscheidend ist, dass du nicht arbeitslos daheim rum sitzt, sondern die Initiative ergreifst. Absolviere Sprachkurse, verreise, jobbe im Ausland oder engagiere dich im sozialen Bereich. Möglichkeiten gibt es viele, und die müssen nicht teuer sein. Wer zeigt, dass er sich engagiert und keine »Lücke« im Lebenslauf hat, steigert seine Chancen für die nächste Bewerbungsrunde.


 

 

 

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